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Sicherheit auf dem Schulweg

27.07.2011 - Der Mittwoch

Selbstverteidigungsexperte gibt Eltern Tipps zu Übungen

PINNEBERG (ehn). Die Vorfreude bei vielen Mädchen und Jungen steigt: In etwa drei Wochen beginnt für sie ein neuer Lebensabschnitt - die Einschulung. Zukünftige Erstklässler erwarten viele neue Eindrücke und Erfahrungen. Langsam werden sie ans Schreiben, Rechnen sowie Lesen herangeführt oder lernen neue Klassenkameraden kennen, die zu Freunden werden können. Doch die neue Situation birgt auch Gefahren. Der Straßenverkehr, neue Wege sowie Fremde, die nichts Gutes im Sinn haben, so genannte Mitschnacker, oder sogar gewaltbereite Menschen. Eine Aufgabe von Eltern sollte sein ihre Sprösslinge für solche Vorkommnisse zu sensibilisieren.

Oliver Drobczyk (41) führt Gewaltpräventionskurse für Kinder in Pinneberg, Elmshorn sowie Wedel durch, und gibt Tipps für einen sicheren Schulweg. Als eine der ersten Maßnahmen empfiehlt der Selbstverteidigungsexperte, dass Eltern mit ihren Kinder die Strecke zur Schule abgehen sollten. Dabei gilt: „Der kürzeste Weg muss nicht der sicherste sein“, so Drobcyck. Die bessere Wahl seien Orte, an denen viele Geschäfte liegen oder viele Passanten zu erwarten sind - um in Notfällen erwachsene Personen ansprechen zu können. Ein weiterer wichtiger Aspekt sei, dass es besser wäre wenn die Mädchen und Jungen diese Distanzen immer in Gruppen zurücklegen.

Egal ob allein oder nicht, sollten die Heranwachsenden lernen, Distanz zu Fremden zu halten. Und wenn ein Abc-Schütze beispielsweise nach dem Weg gefragt wird, rät Drobczyk mit „Ich bin ein Kind, fragen sie einen Erwachsenen“ zu antworten. Um diese Verhaltensweisen zu verinnerlichen empfiehlt der Selbstverteidigungsexperte Rollenspiele durchzuführen: „Wichtig ist nicht nur die Theorie, sondern auch die Praxis.“ Erleben sei eben wichtiger als nur zuhören.

Für gewisse Übungen dürften durchaus auch Freunde und Bekannte hinzugezogen werden, denn beispielsweise gelte es ein Codewort zu vereinbaren, wenn die Eltern ihre Kinder nicht von der Schule oder dem Hallenbad abholen können. Mit diesem Begriff werde dann deutlich, diesen Menschen zu vertrauen.

Keine Chance für eine direkte Ansprache

Fremden sollte die Chance genommen werden, die Mädchen und Jungen auf ihre „Seite zu ziehen“. Dazu zählt, um eine direkte Ansprache zu vermeiden, keine Namen auf dem Schulranzen sichtbar zu platzieren. „Außerdem sollte erklärt werden, dass es keine Geheimnisse gibt, die Mama und Papa nicht wissen dürfen“, erläutert Drobczyk. Denn Täter würden es immer wieder probieren, mit einer Verheimlichungs-Taktik ihre Opfer „mundtot“ zu machen - dazu zählten ebenso „Bestechungsversuche“ mit Süßigkeiten oder Kuscheltieren. Weitere Vorkehrungen sind unter anderem, mit den Mädchen und Jungen das Schreien zu üben, damit sie im Notfall laut um Hilfe rufen können.

Drobzcyk beruft sich bei diesen Tipps auf eine Zusammenstellung, die von Polizisten und Erziehern erarbeitet wurde. Sie bildet neben fernöstlichen Selbstverteidigungstechniken die Grundlage für „Wing Tsun Kids“ - einem vom Übungsleiter angebotenen Selbstverteidigungskursus für Kinder. Seit 2004 richtet der Kampfkunstlehrer diese speziellen Übungen aus. Kürzere Gewaltpräventionsangebote bietet der 41-Jährige auch für Schulen und Kindergärten an. Weitere Infos finden Interessierte unter
www.selbstverteidigung-nord.de.

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